Diagnostik

Die Diagnostik hat auch in der Tier-Medizin eine ganz grundlegende Bedeutung. Durch den Einsatz moderner Geräte können wir zum einen Erkrankungen frühzeitig erkennen und zielgerichtet therapieren, zum anderen sind die Verfahren schonender und effizienter geworden.

In unserem Haus führen wir alle gängigen Messungen und Auswertungen durch: Blutbild mit Durchfluss-Oszillometrie, komplette Blutchemie, inclusive Schilddrüsentest, Diabeteskontrolle und Biomarker CRP und SAA, ELISA Tests, Harnanalyse, Färbemethoden, usw.

Für komplexere Analysen arbeiten wir mit einem Fremd-Labor zusammen, welches uns täglich und zeitnah zur Verfügung steht.

Diagnostik

Digitales Röntgen

In der Kleintierpraxis am Haigst röntgen wir digital, d. h. die Röntgenaufnahmen werden nicht mehr aufwendig entwickelt, sondern liegen als Datei vor.

Dieses neue, digitale Röntgenverfahren hat zahlreiche Vorteile gegenüber dem alten analogen Röntgen:

  • Wir können die digitalen Bilder am Computer nachbearbeiten, dadurch werden dem Tier Wiederholungsaufnahmen erspart und die Strahlenbelastung wesentlich reduziert.
  • Durch die kurze Belichtungsdauer kommen wir in vielen Fällen ohne eine Narkose aus.
  • Es ist umweltfreundlicher, da die früher für die Entwicklung benötigten Chemikalien nicht mehr erforderlich sind.

Abhängig von der medizinischen Fragestellung werden Ihrem Tier evtl. vor oder bei der Röntgenuntersuchung Kontrastmittel verabreicht. So lassen sich Strukturen, die sich normalerweise nicht abgrenzen lassen, hervorheben. Zum Teil lässt sich mit einem Kontrastmittel auch die Funktion eines Organsystems darstellen.


Ultraschall (Sonographie)

Durch ein modernes Ultraschallsystem können wir in unserer Praxis klassische bildgebende Verfahren wie die Röntgendiagnostik optimal ergänzen. Vorbereitend wird die zu überprüfende Stelle geschoren, bevor das Kontaktgel für die weitere Untersuchung aufgetragen wird. Da diese Methode nicht invasiv ist, kann in den meisten Fällen auf eine Narkose verzichtet und die Diagnose direkt vor Ort gestellt werden.

Mit der Sonographie ist es möglich, die genaue Verfassung der Weichteile und Organe wie Leber, Milz, Verdauungstrakt und Geschlechtsorgane zu kontrollieren.

Ultraschalluntersuchungen werden auch zur Trächtigkeits-Frühdiagnostik eingesetzt und im Rahmen einer Vorsorge, Krankheiten abzuklären, die sich im frühen Stadium durch kein anderes Verfahren identifizieren lassen. Selbst kleinste, nur wenige Mikrometer große, Strukturen können bei dieser Vorgehensweise erkannt werden. Bei spezifischen Gewebeveränderungen im Brustraum hilft die sonographische Diagnostik, den Krankheitsherd genauer zu lokalisieren und konzentrierter zu behandeln.


Herzultraschall mit Farb-Doppler

Eine Ultraschalluntersuchung ist unerlässlich bei Bauch und Herzerkrankungen. Sie gibt nicht nur Aufschluss über die anatomischen Verhältnisse, durch die präzise Messung können wir beispielsweise auch die Größenverhältnisse der Herzkammern und Herzklappen bestimmen.

Wir arbeiten mit einem hoch modernen 10 mHz Ultraschallgerät mit Farb-Doppler. Die Doppleruntersuchung stellt den Blutfluss im Herzen dar. Damit können erste Auffälligkeiten, wie Klappenundichtigkeiten, gesehen werden. Zusätzlich ist es auch möglich, die Blutfluss-geschwindigkeit an verschiedenen Punkten zu messen. Diese Geschwindigkeit erlaubt detaillierte funktionelle Aussagen über Druckverhältnisse bzw. Verhalten der Herzkammern und der angrenzenden großen Gefäße.

Die Herzultraschalluntersuchung wird wenn möglich im Liegen durchgeführt, da somit eine optimale Bild- und auch Diagnosequalität gewährleistet ist.


EKG (Elektrokardiogramm)

Das EKG zeichnet die im Herzen vorkommenden elektrischen Ströme auf.

Diese Ströme werden durch den Sinusknoten, dem Impulsgeber, erzeugt und über Nervenstränge an den AV-Knoten weitergegeben. Von da aus fließt der Impuls in Millisekunden zu den Herzmuskelzellen. Jeder Nervenimpuls führt im Normalfall zu einer Herzaktion. Dieser Strom wird mit dem EKG gemessen und macht damit Herzrhythmusstörungen sichtbar.

Die EKG-Untersuchung ist für Ihr Tier nicht schmerzhaft und relativ einfach durchzuführen. Der Patient liegt während der Untersuchung in rechter Seitenlage, eine Betäubung ist nicht notwendig. Die Elektroden werden mit sanften Klemmen jeweils an den vier Beinen und am Brustkorb befestigt und für einen besseren Kontakt angefeuchtet. Die Dauer der Aufzeichnung des EKGs kann nun manuell bestimmt werden.


Untersuchungen der Haut

Nicht nur Menschen leiden zunehmend unter Allergien und Unverträglichkeiten, auch unsere Haustiere haben darunter zu leiden.

Parasiten, wie Milben und Flöhe verursachen häufig enorme Hautschädigungen.

Um den Problemen auf den Grund zu kommen, stehen uns vielfältige Diagnosemöglichkeiten zur Verfügung:

  • Tesafilmpräparate können Parasiten und nach Färbung auch Keime und Entzündungszellen nachweisen.
  • Bei Geschabsel wird mit einer Klinge oberflächliche Hautschicht unterschiedlich tief abgeschabt. Insbesondere Parasiten können so nachgewiesen werden. Die Behandlung ist für das Tier nicht oder kaum schmerzhaft.
  • Zytologien werden von der Hautoberfläche als Abklatsch oder mittels einer Nadel entnommen und gefärbt. Die entnommenen Zellen und deren Verteilung können eine erste Diagnose z. B. hinsichtlich eines Hauttumors ergeben und liefern Anhaltspunkte für die weiteren Schritte. Zytologien werden regelmäßig wiederholt.
  • Die mikroskopische Untersuchung von Haaren erfolgt durch Trichogramme. Neben dem Nachweis von Pilzen und Parasiten erhält man Hinweise über Strukturveränderungen der Haare.
  • Innere Störungen und hormonelle Erkrankungen lassen sich mit Blutuntersuchungen identifizieren. Besonders ältere Hunde zeigen Hautveränderungen häufig nicht aufgrund allergischer Reaktionen, sondern verursacht durch innere Erkrankungen.
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